hier einige Daten und Fotos zum Ort Bennau.
 
Bennau
Weitere geschichtliche Daten über Bennau kann man auf der Seite von Wikipedia ersehen.
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Bennau

Das Wahrzeichen Bennau's war der stattliche Basaltkegel. Er hieß zunächst "der Steimelskopf".
Seit über 200 Jahren wurden am größten Bruch des Asbacher Landes Basaltsäulen abgebaut, und er brachte vielen Menschen aus den umliegenden Orten eine sichere Arbeit.

Zur Bebauung ist zu sagen, dass es drei Höfe zu Bennau gab, die bis 1787 auf 12 Häuser anwuchsen.
Der Nesselrodische Pachthof hieß "der Petershoff". Pächter zur damaligen Zeit war Johannes Simons.
Die Mahlmühle in Bennau war 1554 im Besitz von Junker Wilhelm von Etzbach. 1628 ging der Besitz der Mahlmühle an die Erben von Balthasar Ditscheid über. Anschließend kam sie dann an die Landschultheisfamilie Limbach.
1634 war auch eine Olligsmühle vorhanden. 

Au-Siedlungen weisen meist auf eine Wasserburg hin, auf der ein adeliger Herr saß. Solch eine Siedlung ist in Bennau nur indirekt erkennbar an dem  Flurnamen "im Tiergarten", den die Herren zu ihrem jagdlichen Brauchtum eingerichtet hatten.

               

(Quelle: Geschichte des Asbacher Landes - Ortsgemeinde Asbach von 1980) 

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Steinbruch Bennau

Basalt ist ein erdgeschichtlich junges Gestein. Vor 10 - 30 Mill. Jahren hat er sich als glutflüssiges Magma in Spalten und Gängen des über 1000 m dicken und 350 Mill. Jahren alten devonischen Deckgebirges einen Weg nach oben gesucht. Die Erdoberfläche wurde aber nur an wenigen Stellen erreicht, so im Siebengebirge und in der Eifel als kleine Vulkane.
In unserem Gebiet blieb das Magma mehr oder weniger tief unter der Oberfläche stecken und erkaltete. Bei dieser Abkühlung bildeten sich fünf und sechseckige Säulen unterschiedlicher Dicke, abhängig von der Schnelligkeit der Abkühlung. So entstand der wertvolle rheinische Säulenbasalt, der auch in den Brüchen des Asbacher Landes zu finden war.

Die Basaltsteinbrüche im Asbacher Land kamen erst richtig zur Entfaltung, als 1892 die Rhein-Sieg-Eisenbahn von Hennef nach Asbach gebaut wurde.
Mit dieser Linie wurden die umliegenden Steinbrüche Eulenberg, Eudenberg, Stuxenberg, Mückenfeldchen, Limbergskopf und Bennau erschlossen.
Hinzu kam 1912, nach Erbauung einer 1,2 km langen Seilbahn nach Bennau, der Bruch Hinterplag.
Reste, wie die Betonsockel der Kopfstation Bennau und einiger Streckenmasten, sind heute noch zu finden, ebenso ein großes Stück des 3 cm dicken Tragseiles in den Bäumen zwischen Bennau und der Köttinger Mühle.

          

Der Basalt wurde unter körperlicher Schwerstarbeit gewonnen.

 

         

Mit einer Brechstange werden die Säulenstücke ausgebrochen, oft ist dazu eine nicht ungefährliche Kletterarbeit notwendig.

Die Herstellung von Kleinpflastersteinen erfordert ein gutes Auge und eine sichere Hand, damit regelmäßige Würfel entstehen.

Weitere Fotos unter Steinbruch Bennau.

Der Betrieb in Bennau wurde Ende der 50er Jahre, da er ausgebeutet war, geschlossen.

Asbacher Basalt wurde unter anderem verbaut:

in der Kölner Hafenmauer und im Hindenburgdamm - Verbindung zwischen Sylt und dem Festland

    

auf Helgoland - Schutz der Insel vor Nordweststürmen und die Befestigungstürme der Stadt Linz/Rhein
      

 

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990) 

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Rhein-Sieg-Eisenbahn  -  Bröhltalbahn

Die Bröhltalbahn fuhr ab 20. Januar 1892 von Hennef bis Buchholz. Erst ab dem 15. August 1892 wurde das letzte Teilstück von Buchholz bis Asbach in Betrieb genommen.
Die Strecke hatte Bahnhöfe in Hennef, Geisbach, Kuchenbach, Dahlhausen, Hanfmühle, Krautscheid, Mendt, Buchholz, Bennauthal und Asbach.  
Zwischen 1956 und 1963 wurde der Schienenverkehr stillgelegt. Zunächst wurde die Personenbeförderung, dann der Güterverkehr eingestellt.

In Bennauthal, am ehemaligen Bahnhofgelände, wird mit einer Gedenktafel an die Zeit der "Bröhltalbahn" erinnert.

     

Die Eisenbahn war keine gewöhnliche Eisenbahn. Es war eine so genannte Schmalspurbahn mit einer seltenen Spurweite von 78,5 cm.
Das untere Bild macht deutlich, wie sich Schmalspurbahn (von links) und Normalspurgleis (von rechts) ineinander "verweben"

 

Unter anderem befuhr auch die Dampflokomotive 53 die Strecke Hennef - Asbach.

 

    

Nach langen Irrwegen kehrte die Lok 53 wieder nach Asbach zurück. 
Der Bonner Eisenbahnexperte Wolfgang Clössner fand und erwarb 1999 die Lok 53, die er aufwendig restaurieren ließ und in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Asbach  am 11. Oktober 2000 "nach Hause" brachte.

Die Lok kann im Asbacher Eisenbahnmuseum besichtigt werden. Alle Infos hierzu findet man unter:

http://www.museum-asbach.de/ 

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990) 


weitere Fotos hier

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Kath. Volksschule Bennau

Mit dem Bau der kath. Volksschule Bennau wurde im Jahr 1843 begonnen.
Von 1845 bis 1959 wurden in dem Gebäude die Kinder der Ortschaften Bennau, Büsch, Germscheid, Köttingen, Limberg, Meierseifen, Rauenhahn und Schluten unterrichtet.

Zu den Ortschaften gehörten natürlich auch die Bennauer-, Büscher-, Köttinger- und (seit 1913) die Rauenhahner-Mühle.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Schule nur notdürftig instand gesetzt und diente nur noch als Provisorium für den Unterricht. 

Eine neue Schule musste gebaut werden. 1955 wurde zuerst die Lehrerwohnung fertig gestellt. Zwei Jahre später begann man mit dem Bau der Schule, so dass diese im Herbst 1959 von den Kindern des Schulbezirks Bennau bezogen werden konnte.   

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990) 

 

 

Weitere Fotos zur Volksschule Bennau sind in der Rubrik Schule Bennau zu finden. 

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Freiw. Feuerwehr Bennau

Auf der Gründerversammlung vom 25. Juni 1920 wurde die Freiw. Feuerwehr Bennau ins Leben gerufen.
Aus dem Protokollbuch der Bennauer Wehr geht hervor, dass sich Männer aus der ganzen Gemeinde Elsaff in der Wehr zusammenfanden. Der Löschbezirk umfasste die Orte:
Bennau, Büsch, Diepenseifen, Germscheid, Hofen, Köttingen, Krummenast, Limberg, Meierseifen, Muß, Ober- und Unterelles, Pees, Rauenhahn, Rindhausen, Sauerwiese und Schluten.
Die Wehr errichtete in Bennau und Germscheid je ein Spritzenhaus. Im Bennauer Spritzenhaus befand sich eine Druckspritze.

Auch eine eigene Fahne wurde hergestellt und feierlich geweiht. 

   

Im Brandfall wurden die Feuerwehrleute durch ein Signal des Hornisten alarmiert. Alle Wehrleute eilten daraufhin zum Spritzenhaus in Bennau und von dort an den Einsatzort.

Getreu dem Leitspruch der Feuerwehren:

Einer für alle, alle für einen - Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr!

Durch den 2. Weltkrieg wurden die Wehrleute nach und nach einberufen. Alle nicht wehrfähigen Männer wurden in dieser Zeit kraft einer Notverordnung zum Feuerwehrdienst herangezogen. Trotz dieser Notmaßnahmen ließen sich der Übungsbetrieb und die Einsatzbereitschaft der Wehr nur eingeschränkt aufrecht erhalten.
Es wurde nun zusätzlich eine „weibliche Kriegsfeuerwehr“ aufgestellt und ausgebildet. 
Hier zeigt sich, dass schon damals die Frauen den heutigen weiblichen Feuerwehrdamen vorauseilten   

Nachdem die Bennauer Wehr noch ihr 50jähriges Gründerjubiläum feiern konnte, schloss sie sich im Juni 1970 mit der Asbacher Feuerwehr zusammen.

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990)
 

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Tambourcorps der Feuerwehr Bennau

 Drei Jahre nach der Gründung der Bennauer Feuerwehr wurde 1923 der Tambourcorps ins Leben gerufen.

    
   Feuerwehr und Tambourcorps

Im zweiten Weltkrieg erlosch jegliche Aktivität des Corps, so dass sich in den Jahren 1947/48 die ehemaligen Musiker neu formieren mussten.

Seit den fünfziger Jahren nahm das Tambourcorps an Karnevalsumzügen teil. Der Bennauer Martinszug wäre ohne das Mitwirken der Feuerwehrmusiker in all diesen Jahren nichtdenkbar gewesen. Auch heute noch begleitet uns das Asbacher Tambourcorps beim traditionellen Sankt-Martins-Umzug.

Ende der fünfziger Jahre ließ die Begeisterung im Bennauer Corps durch Alterung des Stammes und wegen fehlenden Interesses in dernachwachsenden Jugend nach. Daher erfolgte am 19. Oktober 1963 der Zusammenschluss mit dem Asbacher Tambourcorps.

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990)

HomepageSpielmannszug der Freiw. Feuerwehr Asbach

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Die Kapelle zu Bennau

1889 wurde in Bennau mit dem Bau einer Kapelle begonnen. Den Entschluss zum Bau dieser Kapelle fassten vier Brüder der Familie Gödtner. Sie stifteten das notwendige Geld und auch das Grundstück.
Die Kosten für den Altar und für die Ausgestaltung übernahmen die Dorfbewohner.
1902 fand die feierliche Einweihung statt.
Die Kapelle wurde der Muttergottes geweiht, "Zur unbefleckten Empfängnis".

Es fanden und finden regelmäßig Messen und Andachten statt.

 

            

In den letzten Kriegstagen 1945 wurde auch die Bennauer Kapelle stark beschädigt. Eine größere Reparatur lohnte sich nicht mehr. Anfang der 70er Jahre wurde die Kapelle ganz abgerissen.
Im Jahr 1973 baute die kath. Kirchengemeinde Asbach an der alten Stelle eine moderne Kapelle mit flachem Dach.
Bei den Dorfbewohnern von Bennau fand der Baustil keine rechte Zustimmung. 1988 wurde der Kapelle daher ein spitzes Dach aufgesetzt, und nun passte Sie wieder in das Bild des Dorfes.
Fotos hierzu befinden sich auch in der Rubrik

Fotos - Kapelle Bennau

(Quelle: Asbach Westerwald; Bilder und Berichte aus den letzten 200 Jahren von 1990)

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